Frühstückstoast

Oder Sandwichtoast. Wann auch immer Du es essen möchtest.
Eine Leserin fragte mich zu meinem Post über Fastfood nach einem Rezept für Toastbrot. In seltenen Fällen kaufe ich eines im Bioladen. Aber unter uns: das ist nur ein Notbehelf. Brot, was wochenlang haltbar ist, hat wenig Geschmack und eine Konsistenz wie Pappdeckel.
In guten Zeiten habe ich selbstgebackenes Toastbot.

Wenn ich die Brotbackblogs so durchgehe, dann sinkt mein Selbstbewußtsein auf dem Gebiet des Brotbackens beträchtlich. Ich habe noch nie Sauerteig angesetzt, kenne Pâte Fermentée, Water roux und Lievito madre nur aus der Theorie. Zwar habe ich mir schon lange vorgenommen alles mal auszuprobieren, aber bei diesem Vorsatz ist es bisher geblieben. Das wurmt mich. Und zwar sehr. Denn Sauerteigbrot ist wesentlich besser haltbar als reines Hefebrot.

Dann kam das Brühstück. Und alles wurde anders. Irgendwo hatte ich davon gelesen und es dann einfach ausprobiert: Frisch gemahlenen Schrot und Kerne (Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne) mit heißem Wasser überbrühen und quellen lassen. (Wer mag, kann bei Lutz im Bäckerlatein genau nachlesen wie es geht).
An dieser Stelle sollte ich mal zugeben, daß ich mich -warum auch immer- oft nicht an genaue Rezepte halte und lieber ausprobiere.
Fakt ist, das Brühstück bewirkt, daß das Brot am Schluß viel lockerer wird.

Hier also mein

Buttertoast

100g Dinkel zu groben Schrot mahlen.
Mit ca. 200g kochendem Wasser überbrühen.
Der Schrot sollte komplett feucht sein und dann noch ca.2mm mit Wasser bedeckt sein.
 
25g Frischhefe mit 1TL Rohrohrzucker in etwas Wasser auflösen.
Die Hefemischung mit 1,5 TL Salz und 70g Butter zu 400g Dinkelmehl geben und mit
ca. 300g lauwarmen Wasser zu einem geschmeidigen Brotteig verkneten.
Die Wassermenge hängt vom Mehl ab. Der Teig darf noch ein bißchen kleben.
Abgedeckt an einem warmen Ort 90min gehen lassen.
 
Erneut durchkneten und nochmals für 90min gehen lassen.
 
Jetzt das Brühstück unterkneten und den Teig nochmals gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Erneut kneten und in eine Kastenform geben.
Abgedeckt entspannen lassen. Das dauert noch einmal etwa 45min.
 
Den Ofen auf 200°C vorheizen.
Das Brot für etwa 30min backen.
Es ist gar, wenn man gegen den Boden klopft und es hohl klingt.
 
 
 

Vor dem Anschneiden etwas auskühlen lassen. Lauwarm schmeckt es zwar genial lecker, aber läßt sich nur schwer in ordentliche Scheiben portionieren.

In unserem fünf Personen Haushalt kann es bei diesem Brot auch leicht mal passieren, daß am Ende nur noch ein paar traurige Krümel übrig bleiben.

Wer es gesünder mag, kann auch das Weißmehl durch Vollkornmehl ersetze. Habe ich auch schon gemacht, dann wird das Brot nicht ganz so locker, aber genauso lecker.

Gruß
Suse

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